Gardasee

Und wieder mal am Gardasee

Wer kennt ihn nicht, den Gardasee, das bevorzugte Reiseziel aller Germanen. Gibt es wirklich einen Deutschen, der noch nie an diesem wunderbaren See in Norditalien Ferien gemacht hätte?

Wir fahren erst einmal nach Kandersteg, wo wir schon einmal verladen. Die Luft im Tunnel nach Goppenstein ist dann ziemlich gewöhnungs-bedürftig. Ferien fängt vor allem einmal mit der Planung an. Hätten wir das seriös gemacht, hätten wir kaum diese Route gewählt. Erstens bestand in Brig kein direkter Anschluss nach Iselle. Auch wussten wir nicht,dass der Simplon praktisch das ganze Jahr offen ist. Wir warteten dann eine volle Stunde auf den Bahn verlad nach Iselle. Man muss und darf es sagen.Der Bahnverlad durch den Simplon ist schlicht eine Zumutung. Das Roll material und die Gerüche im Tunnel ebenfalls.

In Iselle verlassen wir die rollende Fahrstraße. Schon kurz nach dem Ausfahren landen wir auf einer 4-spurigen Autostraße ohne Pannenstreifen Signalisiert ist das Ganze mit Tempo 110 und 120. Da wir nun aber in Italien sind, kann es schon vorkommen, dass ein Polizeifahrzeug ohne Vorwarnung auf der rechten Spur steht und eine Kontrolle macht. Ich muss schon sagen: Sowas habe ich in ganz Europa noch nie erlebt. Wer die wilde Ueberholerei auf ital. Strassen kennt, kann vielleicht erahnen, wie dumm man in einer solchen Situation aus der Wäsche kuckt. 

Dies alles ist aber nur ein Vorgeschmack auf das was uns rings um Mailand erwarten wird: Stehender Verkehr. Diese Strecke nach Italien werden wir in Zukunft meiden. Ohne gewaltige Umwege wird das nicht möglich sein. Irgend wann ist man in Brescia. Hier rollt wenigstens der Verkehr, auch wenn Lkws teilweise alle 3 Spuren in Anspruch nehmen. Viel schneller als sie kann allerdings so wie so nicht gefahren werden. Das Ziel Bardolino erreichen wir bereits wieder in aufgeräumter Ferien-stimmung. Der Mensch vergisst bekanntlich schnell. Und im Hotel Maximilian in Bardolino waren wir auch mit Hund sehr fein aufgenommen. Erstklassiges Essen, top freundliches Personal, sehr saubere Zimmer. So hat man es gerne. Leider wird im Frühsommer 2016 ein Trakt des Hotels gerade saniert. Für Spätaufsteher  wegen dem Baulärm nicht gerade toll.

Aber dem glücklichen gehört die Welt und so fanden wir wenige 100 Meter ein „italienisches“ Lokal zum wohlfühlen. Vor allem unser Hund war vom ersten Moment an verliebt in Zak, den Hund des Hauses. Sie verbrachten viele Zeit miteinander. Da meine Partnerin perfekt italienisch spricht kann es nicht genug „Italienita“ geben. Die Kundschaft im Le Palafitte war echt bunt gemischt. Handwerker, Beamte, viele Pensionierte und sehr wenig Nordeuropäer. Fast alle allerdings Stammgäste, Hundehasser haben beim Chef allerdings keine Chance. Er kann es sich leisten, auf ein paar Essen zu verzichten, sollte sich jemand über seinen Hund beschweren. Dafür gibt es allerdings absolut keinen Grund, zu lange lebt er schon mit wohl erzogenen Hunden zusammen.

Das Ufer des Lago ist aufgefüllt und die Wege breit, so dass sich die vielen Fußgänger und Radfahrer mit einem bisschen guten Willen nicht in die Quere kommen. Überall gibt es kleine Beizchen direkt am See. Fast täglich ist irgend wo Markt. Wunderschön zu Erkunden ist das Städtchen Garda mit all den viel Beizen, wo man auch sehr schön draussen sitzen kann.