Auf dem CRV 181

Rundwanderung auf dem CRV 181

Publiziert am 1. November 2012 von Kudi

Dieser Teil des CVR 181 ist nur ein Teil des 24 km langen Wanderweges. Mit dem Auto fahre ich zuerst auf der CV 750 bis Alcalali. Dort nehme ich die CV 720 via Parcent und Benigembla.

Beschreibung: Wanderschuhe sind kein Luxus, auch wenn die Wege meistens prblemlos sind. Man ist halt trotzdem in einer steinigen Gegend  – Dauer ohne staunen und gaffen 3 Std. Höhenmeter, was ich eigentlich bezweifle 180 m.

Vorerst nehme ich den CV 750 bis Alcalali. Dort wechsle ich auf die CV 720. Nach der  Durchfahrt von Benigembla geht es auf dem neu ausgebauten Teilstück Richtung Castell de Castells. Die Kilometersteine erleichtern die Orientierung. Nach dem 30 km Stein überquert eine Brücke den Jalón.

Jetzt heisst es aufpassen. Unmittelbar nach der Brücke zweigt ein Fahrweg rechts ab, um auf eine etwas originellere Art das Flussbett zu durchqueren. Zuerst nur leicht, später dann auch etwas steiler werdend führt ein meistens holpriges Strässchen bergauf. Nach etwa 3 km kommen wir zum Ausgangspunkt der heutigen Wanderung. Besser ist allerdings frühzeitiger zu parken. Die Strasse erreicht ein paar Häuser, macht eine scharfe Rechtskurve.

Unmittelbar nach her zeigt heute ein guter neuer Wegweiser „Font de la Mata“. Dieser Weg führt scharf links weg von der Fahrstraße. Nach einem kurzen sanften Anstieg stehe ich an der Quelle. Seit meinem letzten Besuch hat sich hier einiges verändert. Die Menschen welche weiter unten noch wild gebaut haben, versuchen ihre Häuser mit Wasser zu versorgen. Auch ein Stromkabel begleitet den Wanderweg auf der rechten Seite.

Es muss hier noch einmal gesagt werden. Der Weg ist neu und gut ausgeschildert. Dies hat mich später beim Abstieg nicht daran gehindert eine Abzweigung zu verpassen. Ich komme noch darauf zurück.

Traumhaft ist diese Wanderung sicher zur Zeit der Mandelblüte. Aber auch heute am 1. November gab es einiges zu sehen. Schon früh erblickt man einen grösseren Bauernhof, nur wenig unterhalb der Krete. Ob ich hier die offizielle Route begangen bin ist nicht gesichert. Jedenfalls den kurzen steilen Weg zum Hof nehmen ist immer gut. Auf diese Weise sieht man auch einen bescheidenen Unterstand. Der Weg führt sanft bergan. Dies gilt eigentlich bis zum Schluss des Aufstieges, wo wir einer kleinen Siedlung ausweichen müssen. Jetzt gilt es die Augen offen zu halten. Es geht buchstäblich durch die Büsche.

Wenig später steht man unten auf der Passhöhe. Collado de la Garga. Das Bergrestaurant hat vom Donnerstag bis Sonntag geöffnet. Die Küche scheint nicht schlecht zu sein, denn es zieht zur Mittagszeit viele Gäste hier hinauf. Auch „Gümmeler“ (Radfahrer) scheinen die Bergstraße gerne zu befahren. Aber auch für weniger geübte führt ab hier ein Teil des CVG 181 auf lockere Art hinauf auf das Caball Verd. Dieser geschichtsträchtige Ort, war der letzte Zufluchtsort der Morisken. Mehr dazu beschreibt die bekannte Reiseautorin Ingrid Lechner auf ihrer sehr empfehlenswerten Homepage www.wandern-spanien.eu.

Ab dem Restaurant geht man nur kanappe 100 Meter nach links. Hier ist auch der höchste Punkt der Passstraße. Nun zweigt er rechts durch einen „Baumtunnel“ von der Strasse ab. Für 10 Minuten nehmen wir den Weg der auch auf das Caball Verd führt. Schon bald kommen wir an einen neuen Wegweiser. Für uns geht es jetzt wieder abwärts. Schon bald erreichen wir eine Verzweigung. Mindestens für mich war hier nicht alles klar. Man hat nämlich ganz einfach vergessen ein altes Wegzeichen, welches noch bergab führt zu entfernen. Also bitte rechts gehen, leicht ansteigend.

Bald führt die Strasse wieder abwärts. Und dann wird es kritisch. Fasziniert von alten verfallenen Häusern folge ich zu lange diesem Weg. Falls sie diese nämlich erreichen haben sie die Abzweigung nach rechts schon verpasst.

Was dann aber folgt ist erste Sahne in Sachen spanischer Wanderweg Baukunst. Schöner und an heissen Tagen auch angenehmer kann man einen Weg nicht anlegen. Hätte mich mein bergmännischer Instinkt nicht aufgehalten, es hätte leicht auch eine 6-stündige Wanderung geben können. Querverbindungen gibt es weiter unten nämlich keine mehr.

 

Veröffentlicht unter Spanien (Costa Blanca) | Verschlagwortet mit Collado de la GargaFont de la MataIngrid Lechner| Hinterlasse einen Kommentar