Von Luxemburg nach Boulogne sur Mère

Für einen Tag zu knapp

Um von Luxemburg nicht nur die Hauptstadt zu sehen legten wir die Weiterreise über Esch an der Sauer. Die historische Burg wurde von Karl dem Grossen im Jahre 774 gegründet. Wer nach Esch kommt begreift sofort den taktischen Hintergrund. Esch liegt auf einer Insel und wir rundum von der Sauer umflossen, war also relativ einfach zu verteidigen.

927 entstand die Grafschaft Esch an der Sauer. Sie umfasste 29 Ortschaften bis hin zu Diekirch. Noch im 19. Jahrhundert wurde die Burg bewohnt. Nur wer sich die kurze Mühe macht hinauf zur Burgruine zu steigen erkennt die Wichtigkeit der Anlage. Noch heute kann man sehen, wie man unterirdisch von Gebäude zu Gebäude kommen konnte. Die Ortschaft als solches ist von einer Stadtmauer umgeben, die sich bis heute erhalten hat, da sie fest mit den Häusern verbaut ist.

Wir starteten zur Weiterreise, und staunten nicht schlecht, als wir feststellten, dass es zwischen Luxemburg und Belgien physisch gar keine Grenze mehr gibt. Um am nächsten Tag möglichst nahe an der Fähre in Calais zu sein, übernachten wir in Boulongne sur Mère in einem Hotel Garni (Alexandra). Die Zimmer waren sehr sauber und frisch renoviert. Wir stellten das Auto ins Parkhaus besichtigten kurz das Städtchen, und machten uns ans an Nachtessen.

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Luxemburg

Luxemburg Stadt

Wir starteten am 15. April um 10 Uhr in Emmetten CH. In zügiger Fahrt ging es via Basel nach Norden.

Luxemburg ???  Dieses Land ist in jeder Beziehung ein Besuch wert, auch wenn dies in unseren Breitengraden wenig bekannt ist. Bereits 6 Stunden später trafen wir in dieser europäischen Verwaltungsstadt ein und hatten das Glück mitten im Zentrum ein Zimmer gebucht zu haben.

Bereits um 16.15 Uhr konnten wir im Hotel Park Plazza unser Zimmer beziehen. Wir waren hier sehr gut aufgehoben. Auch das Essen war sehr gut. Luxemburg ist eine Demokratie, auch wenn man überall daran erinnert wird, dass hier ein Großherzog für Repräsentationspflichten zuständig ist. Das Bild des sympatischen Paares lächelt einem überall entgegen. Großherzog Henri ist seit dem Jahre 2000 in seiner Pflicht und überaus populär beim Volk. Henri hat bereits 5 Erbprinzen. Die Maxime im Großherzogtum ist klar: Die Macht geht vom Volke aus. 

Der Einfluss der EU ist überall sichtbar. Nur noch etwa 45 Prozent der Bevölkerung ist luxemburgischer Abstammung. Es gibt eine riesige Schule für die Kinder der zahlreichen EU Beamten. Mit Deutsch kommt man sehr gut durchs Land, auch wenn Französisch eine 2 .Verwaltungssprache ist. Die Einheimischen sprechen Letzebuergesch was ein moselfränkischer Dialekt ist. Als Schweizer kann man diese Sprache meistens auch verstehen. Hier spürt man auch den deutschen Einfluss.

Noch etwas fällt extrem auf: Die Bedeutung des Finanzplatzes Luxemburg. Keine namhafte europäische Bank, die hier nicht eine Niederlassung hätte. Wie immer in einer grösseren Stadt ist man gut beraten eine Sightseeing Fahrt zu buchen. Dies gilt vor allem, wenn nur kurze Zeit zur Verfügung steht.