Bozen, eine alte Bekannte

30 Jahre ist es her

Vor 30 Jahren machten wir in Jenesien den letzten Tageshalt auf unserer Weitwanderung auf dem E 5 von Konstanz nach Bozen, um ein Jahr später den Weg Richtung Verona, vorerst recht gemütlich mit der Seilbahn hinauf zum Bauernkohler fort zu setzen.

Von Bozen haben wir dannzumal nicht allzuviel gesehen. Das möchten wir nun gerne nachholen, den Bozen, am Zusammenfluss von Talfer und der Eisack ist mit Sicherheit eine sehenswertes Städtchen. Die Parkanlagen, und Museen und den prachtvollen Einkaufsstrassen.

Im Zentrum der Stadt befindet sich der Waltherplatz. Da sich darunter das grösste Parkhaus von Bozen befindet ist der prächtige Platz heute weitgehend autofrei. Von hier lässt sich in wenigen Fussminuten der Dom erreichen. Erst 1964 ist der Bischof der Diözese Brixen-Bozen hierher gezogen. Dies ist auch der Grund, dass die Kirche Maria Himmelfahrt eine Konkathedrale ist. Obwohl der Bischof hier residiert ist der eigentliche Dom immer noch in Brixen. Rein baulich ist der Dom in Brixen auch einiges imposanter. Allerdings ist heute die Landeshauptstadt von Südtirol halt doch Bozen.

Ab hier sind auch die herrlichen Lauben, welche ein wahres Einkaufs-paradies beherbergen mit wenigen Schritten erreichbar. Auch die bekannten Museen und Frischmärkte sind nur einen Katzensprung v0m Walterplatz entfernt.

Bozen ist nach der Begradigung der Eisack und Talfer heute auch ein Paradies für Wanderer und ihren vierbeinigen Freunden. in früheren Zeiten haben dies Gewässer jeweils ein ziemliches Ungemach angerichtet.

Wer sich tagsüber in dieser schönen Stadt aufhält fragt sich unwillkürlich, wo den all die Asylanten Italiens hingkommen sind. Einige von Ihnen kann man heute durchaus bei normalen Arbeiten beobachten. Des Nachts aber… da strömen sie aus allen Ecken der Stadt und beschäftigen sich, wie überall in Europa mit weniger ehrbarenen Berufen ……, immer auf einer gesunden Distanz zu den Sicherheitskräften. Das übliche Katz und Mausspiel, den überleben wollen sie alle.

 

Gardasee

Und wieder mal am Gardasee

Wer kennt ihn nicht, den Gardasee, das bevorzugte Reiseziel aller Germanen. Gibt es wirklich einen Deutschen, der noch nie an diesem wunderbaren See in Norditalien Ferien gemacht hätte?

Wir fahren erst einmal nach Kandersteg, wo wir schon einmal verladen. Die Luft im Tunnel nach Goppenstein ist dann ziemlich gewöhnungs-bedürftig. Ferien fängt vor allem einmal mit der Planung an. Hätten wir das seriös gemacht, hätten wir kaum diese Route gewählt. Erstens bestand in Brig kein direkter Anschluss nach Iselle. Auch wussten wir nicht,dass der Simplon praktisch das ganze Jahr offen ist. Wir warteten dann eine volle Stunde auf den Bahn verlad nach Iselle. Man muss und darf es sagen.Der Bahnverlad durch den Simplon ist schlicht eine Zumutung. Das Roll material und die Gerüche im Tunnel ebenfalls.

In Iselle verlassen wir die rollende Fahrstraße. Schon kurz nach dem Ausfahren landen wir auf einer 4-spurigen Autostraße ohne Pannenstreifen Signalisiert ist das Ganze mit Tempo 110 und 120. Da wir nun aber in Italien sind, kann es schon vorkommen, dass ein Polizeifahrzeug ohne Vorwarnung auf der rechten Spur steht und eine Kontrolle macht. Ich muss schon sagen: Sowas habe ich in ganz Europa noch nie erlebt. Wer die wilde Ueberholerei auf ital. Strassen kennt, kann vielleicht erahnen, wie dumm man in einer solchen Situation aus der Wäsche kuckt. 

Dies alles ist aber nur ein Vorgeschmack auf das was uns rings um Mailand erwarten wird: Stehender Verkehr. Diese Strecke nach Italien werden wir in Zukunft meiden. Ohne gewaltige Umwege wird das nicht möglich sein. Irgend wann ist man in Brescia. Hier rollt wenigstens der Verkehr, auch wenn Lkws teilweise alle 3 Spuren in Anspruch nehmen. Viel schneller als sie kann allerdings so wie so nicht gefahren werden. Das Ziel Bardolino erreichen wir bereits wieder in aufgeräumter Ferien-stimmung. Der Mensch vergisst bekanntlich schnell. Und im Hotel Maximilian in Bardolino waren wir auch mit Hund sehr fein aufgenommen. Erstklassiges Essen, top freundliches Personal, sehr saubere Zimmer. So hat man es gerne. Leider wird im Frühsommer 2016 ein Trakt des Hotels gerade saniert. Für Spätaufsteher  wegen dem Baulärm nicht gerade toll.

Aber dem glücklichen gehört die Welt und so fanden wir wenige 100 Meter ein „italienisches“ Lokal zum wohlfühlen. Vor allem unser Hund war vom ersten Moment an verliebt in Zak, den Hund des Hauses. Sie verbrachten viele Zeit miteinander. Da meine Partnerin perfekt italienisch spricht kann es nicht genug „Italienita“ geben. Die Kundschaft im Le Palafitte war echt bunt gemischt. Handwerker, Beamte, viele Pensionierte und sehr wenig Nordeuropäer. Fast alle allerdings Stammgäste, Hundehasser haben beim Chef allerdings keine Chance. Er kann es sich leisten, auf ein paar Essen zu verzichten, sollte sich jemand über seinen Hund beschweren. Dafür gibt es allerdings absolut keinen Grund, zu lange lebt er schon mit wohl erzogenen Hunden zusammen.

Das Ufer des Lago ist aufgefüllt und die Wege breit, so dass sich die vielen Fußgänger und Radfahrer mit einem bisschen guten Willen nicht in die Quere kommen. Überall gibt es kleine Beizchen direkt am See. Fast täglich ist irgend wo Markt. Wunderschön zu Erkunden ist das Städtchen Garda mit all den viel Beizen, wo man auch sehr schön draussen sitzen kann.