Lanhydrock (Cornwall)

Lanhydrock (Cornwall)

Publiziert am 27. April 2012 von Kudi

Ein tiefer Blick in die englische Geschichte lässt sich auf dem historischen Herrschaftssitz Lanhydrock unweit des Städtchens Bodmin machen.

Lanhydrock war im Mittelalter ein klösterlicher Bauernhof im Besitz des Priorats von St. Petroc in Bodmin. Nach der Auflösung der Klöster durch Heinrich VIII. erwarb eine Nachbarsfamilie (1543) das bäuerliche Anwesen.

Im Jahre 1621 erwarb der Kaufmann und Geldverleiher Sir Richard Robartes den Hof. Während mehr als 300 Jahren betrieben die Familie Robartes das groszügige Anwesen und bauten es immer mehr zu einem wahren Herrschaftssitz aus.

Grundsätzlich wäre auch eine Besichtigung bei schlechtem Wetter möglich. Dies hat aber den Nachteil, dass der groszügige Umschwung von 160 Hektaren nur mühsam   besichtigt werden könnte. Im Jahre 1953 wurde das Schloss an den National Trust übereignet. Dieser bemüht sich in einer beachtenswerten Art in England um erhaltenswerte Gebäude und Landschaften.

 http://de.wikipedia.com/wiki/National_Trust

Wer sich mehr über Lanhydrock informieren will, hier der Link:

http://de.wikipedia.com/wiki/lanhydrock

Bergbau in Cornwall

Bergbau in Cornwall

Publiziert am 25. April 2012 von Kudi

Schon in der Bronzezeit und der Antike bestand ein grosses Interesse am Abbau von Zinn und Kupfer zur Herstellung von Bronze im Cornwall. Die Karthager transportierten grosse Mengen ins ferne Gallien.

Bergleute aus Cornwall zählten zu den erfahrensten der Welt. Dies Phase dauerte bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Als die Minen immer weniger erträglich waren, wanderten viele Bergleute in die USA aus.

In der gleiche Epoche wurde vermehrt auch Arsen gewonnen. Dies geschah teilweise aus den Überresten vergangener Zeiten. Arsen ist bekanntlich ein ziemlich toxischer Stoff. Rund um die Abbaugebiete wurden ganze Gegenden buchstäblich verseucht. Diese Altlasten wurden erst in der neueren Zeit „neutralisiert“. Bergleute wurden, wen wunderst, nicht sehr alt. Ihre Arbeit machten sie meist auf eigene Rechnung.

Eine der bekanntesten Minen war die Levant Mine. Sie liegt im Städtchen St. Just und kann noch heute besichtigt werden. Hier wurde zwischen 1820 und 1963 Bergbau betrieben. Bis zu 500 Personen fanden in den Minen ihr Auskommen.

Wer sich für den Bergbau in Cornwall interessiert findet under dem folgenden Link ausführliche Informationen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Cornwall

Eine amüsante, geistreiche Erfindung fand ich in folgendem Beitrag. Anfangs mussten die Bergleute mühsam mit Leitern in die Schächte steigen. Die horizontalen leicht abwärtsneigenden Abbauschächte führten dann bis 2,5 Kilometer in den Atlantik hinaus. Wahrlich eine gruselige Vorstellung. Im Jahre 1857 wurde dann eine Erleichterung erfunden. Die Fahrkunst wurde erstmals eingesetzt. Dazu gibt es einen guten Artikel mit animierter grafischer Darstellung.

http:/de.wikipedia.org/wiki/Fahrkunst

Die grösste Stadt der Halbinsel ist Falmouth. Hier befindet sich eine grosse Schiffswerft.

In früheren Jahren wurde ab diesem Hafen die ganze Post versendet.

Heute werden hier vor allem Schiffe überholt. Für einen „Bergler“ wirken die grossen Kähne ziemlich mächtig. Im Städtchen ca. 23’000 Einwohner gibt es bekannte Museen, eine Fischereiindustrie und auch sonst einiges zu sehen. Penzance ist auch die Endstation der Bahnlinie. Viele Schnellzugverbindungen führen ins ferne London, aber auch nach Schottland und Wales.

 

Land’s End

Land’s End

Publiziert am 25. April 2012 von Kudi

Lands‘ End ist der südlichste Punkt in England. Heute befindet sich der Ort in Privatbesitz. Es gibt hier ein Hotel, Läden und sonstige Sehenswürdigkeiten. Die Küsten sind schroff und ziemlich heimtückisch. Unter Wasser gibt es unzählige Schiffe, die hier gestrandet sind.

Im Jahre 2003 strandete der Frachter RMS Mülheim, welcher heute noch besichtigt werden kann. Land’sEnd ist Ausgangspunkt vieler Wanderungen und Radtouren im Cornwall.

Die Parkplätze waren heute fast leer. Es muss in anderen Zeiten (Wetter) aber ein grosser Anziehungspunkt sein.

Auf Land’s End gibt es einen kleinen Flugplatz. Von hier fliegt man 45 km auf die Scilly-Inseln. Diese Inselgruppe ist der wirklich westliche Punkt in England. Vor der letzten Eiszeit war der Meeresspiegel noch 80 -100 Meter tiefer gelegen. Heute gibt es etwa 140 Inseln und Inselchen, wovon aktuell nur noch 6 bewohnt sind. Bei der letzten Volkszählung 2001 lebten auf den Inseln noch 2153 Einwohner. Die Temperaturdifferenz vom Sommer zum Winter beträgt nur gerade 9°.

Die Scilly-Inseln galten lange Zeit als grosses Risiko für die Schifffahrt. Viele ehemaligen Inseln lagen nur knapp unter der Wasseroberfläche. Es wird aber auch vermutet, dass das damalige Kartenmaterial eher bescheiden war. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts lief ein ganze Flotte unter dem Kommando von Admiral Sir Cloudesley Shovell bei den Inseln auf Grund. Der Admiral und 1450 Mann Besatzung kamen ums Leben.

Wen wunderst, dass die Inselgruppe heute ein begehrtes Ziel von Tauchern ist.

Der Golfstrom schafft hier ein subtropisches Klima. Es wachsen auf der Inselgruppe Pinien, Rhododendron und Azaleen. Bei gutem klar sichtigem Wetter kann die Inselgruppe von Land’s End gesehen werde.

Bournemounth

Stürmisches Wetter

Wie man sich England so vorstellt ist es leider im April 2012 auch gewesen. Zwar bescheiden im Niederschlag, aber Stürme, dass es einem fast von den Beinen gerissen hat.

Eine traumhafte Stadt ist Bournemounth trotzdem. Jugendlich frisch und International. Hier gibt es viele besuchenswerte Orte und traumhafte Parkanlagen.

Speziell erwähnenswert ist das Sea Life Museum. Hier kann man fast sämtlich Meeresbewohner hautnah hinter Glas sehen und bestaunen.

https://www2.visitsealife.com

Wassersportler tummeln sich auch bei dieser Witterung in ihrem Element. Die aufgestellten Strandkörbe lassen einem erahnen, wie viele Menschen sich bei gutem Wetter hier tummeln.

Wir ziehen durch die Stadt und landen unter anderem in einem Pub wo vorwiegend Pensionäre verkehren. Zum ersten Mal konnte ich den sprichwörtlichen englischen Humor 1 zu 1 selbst erleben. Mit der sprachlichen Hilfe meiner Partnerin konnte ich das Ganze richtig geniessen.

Sogar die Küche war in dieser internationalen Stadt gar nicht so schlecht, wenn man die Augen offen hält. Ehrlicherweise muss man sagen, dass man auch in unseren Breitengraden nicht planlos in jedes Lokal treten kann.

Das erste Mal in England

Von Calais nach Bournemounth

Nach Calais hatten wir es nicht mehr weit. Aber dann dieser Fährhafen. Diese gigantischen Ausmasse. Für einen Zürcher Oberländer nicht ganz zu vergleichen mit Stäfa – Meilen. Das Wetter eher unruhig, das Meer ebenso.

Es gibt drei parallele Abfertigungsbecken. Beindruckend wie diese Riesenkähne jeweils erst in diesen Buchten wenden. Da wir elektronisch reserviert hatten, mussten wir nicht einmal aussteigen.Zudem werden Lastwagen und PKW parallel nebeneinander verladen. Das Ganze ging zügig über die Bühne. Dann werden die Autos verlassen und man begibt sich in die fast schon feudalen Aufenthaltsräume. Bereits in 1.5 Stunden kommt man in Dover an und wird von den typischen weissen Felsen von Dover empfangen. Allerdings kommt dazu noch die Wartezeit auf offener See bis zur Einfahrt 1,5 Std.

Und jetzt passiert ein dummer Fehler. Wir haben unser Navi eingeschaltet, Da von nun an Linksverkehr herrscht, die Ein- und Ausfahrt in Dover nicht parallel verlaufen, wurden wir prompt in die falsche Richtung gelenkt. Wir landeten vor der Einfahrt zum Tunnel nach Frankreich. Eine nette Beamtin öffnete ein Tor für uns und wir fuhren in die richtige Richtung. Also bitte Navi erst einschalten, wenn die Spuren neben einander verlaufen. Der Linksverkehr machte uns ansonsten gar keine Probleme.

Bei regnerischem Wetter fuhren wir in die schöne Schulstadt Bournemounth. Wie viele Mitteleuropäer hatten hier die englische Sprache erlernt? Hier wurden wir mit einem Platzregen empfangen. Der Regen war so stark, dass wir die Orientierung trotzt Navi völlig verloren. Wir mieteten ein Taxi, welcher uns den Weg zum Tudor Grange vor ausfuhr. Es war eine Topadresse mit grossem geschichtlichen Hintergrund. Wir genossen den Aufenthalt sehr. Alle die mehr über die Tudors erfahren möchten, soll folgender Link weiterführen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tudors

Von Luxemburg nach Boulogne sur Mère

Für einen Tag zu knapp

Um von Luxemburg nicht nur die Hauptstadt zu sehen legten wir die Weiterreise über Esch an der Sauer. Die historische Burg wurde von Karl dem Grossen im Jahre 774 gegründet. Wer nach Esch kommt begreift sofort den taktischen Hintergrund. Esch liegt auf einer Insel und wir rundum von der Sauer umflossen, war also relativ einfach zu verteidigen.

927 entstand die Grafschaft Esch an der Sauer. Sie umfasste 29 Ortschaften bis hin zu Diekirch. Noch im 19. Jahrhundert wurde die Burg bewohnt. Nur wer sich die kurze Mühe macht hinauf zur Burgruine zu steigen erkennt die Wichtigkeit der Anlage. Noch heute kann man sehen, wie man unterirdisch von Gebäude zu Gebäude kommen konnte. Die Ortschaft als solches ist von einer Stadtmauer umgeben, die sich bis heute erhalten hat, da sie fest mit den Häusern verbaut ist.

Wir starteten zur Weiterreise, und staunten nicht schlecht, als wir feststellten, dass es zwischen Luxemburg und Belgien physisch gar keine Grenze mehr gibt. Um am nächsten Tag möglichst nahe an der Fähre in Calais zu sein, übernachten wir in Boulongne sur Mère in einem Hotel Garni (Alexandra). Die Zimmer waren sehr sauber und frisch renoviert. Wir stellten das Auto ins Parkhaus besichtigten kurz das Städtchen, und machten uns ans an Nachtessen.

Bitte in der Slideschau den Cursor im Bild halten, so wird der Text angezeigt !

Luxemburg

Luxemburg Stadt

Wir starteten am 15. April um 10 Uhr in Emmetten CH. In zügiger Fahrt ging es via Basel nach Norden.

Luxemburg ???  Dieses Land ist in jeder Beziehung ein Besuch wert, auch wenn dies in unseren Breitengraden wenig bekannt ist. Bereits 6 Stunden später trafen wir in dieser europäischen Verwaltungsstadt ein und hatten das Glück mitten im Zentrum ein Zimmer gebucht zu haben.

Bereits um 16.15 Uhr konnten wir im Hotel Park Plazza unser Zimmer beziehen. Wir waren hier sehr gut aufgehoben. Auch das Essen war sehr gut. Luxemburg ist eine Demokratie, auch wenn man überall daran erinnert wird, dass hier ein Großherzog für Repräsentationspflichten zuständig ist. Das Bild des sympatischen Paares lächelt einem überall entgegen. Großherzog Henri ist seit dem Jahre 2000 in seiner Pflicht und überaus populär beim Volk. Henri hat bereits 5 Erbprinzen. Die Maxime im Großherzogtum ist klar: Die Macht geht vom Volke aus. 

Der Einfluss der EU ist überall sichtbar. Nur noch etwa 45 Prozent der Bevölkerung ist luxemburgischer Abstammung. Es gibt eine riesige Schule für die Kinder der zahlreichen EU Beamten. Mit Deutsch kommt man sehr gut durchs Land, auch wenn Französisch eine 2 .Verwaltungssprache ist. Die Einheimischen sprechen Letzebuergesch was ein moselfränkischer Dialekt ist. Als Schweizer kann man diese Sprache meistens auch verstehen. Hier spürt man auch den deutschen Einfluss.

Noch etwas fällt extrem auf: Die Bedeutung des Finanzplatzes Luxemburg. Keine namhafte europäische Bank, die hier nicht eine Niederlassung hätte. Wie immer in einer grösseren Stadt ist man gut beraten eine Sightseeing Fahrt zu buchen. Dies gilt vor allem, wenn nur kurze Zeit zur Verfügung steht.