Andalusien Anreise

 

 

Hier befindet sich für 4 Wochen meine neue Heimat. Ich war hier wirklich sehr gut aufgehoben.

Für 23 Tage trennen sich heute unsere Wege, meine Partnerin fliegt für drei Wochen in die Schweiz und ich erfülle mir meinen Traum, nach Andalusien zu reisen. Am frühen Morgen bringt uns der Volvo zum Aéropuerto Alicante. Fast auf die Minute genau um 8.30 Uhr treffen wir ein. Um 9.05 Uhr schliessen die Checkin-Schalter. Inzwischen haben wir auch begriffen, dass es völlig überflüssig ist, 1 ½ Stunden vor Abflug auf dem Flughafen zu sein. Eine letzte längere Umarmung – das Andalusien-Abenteuer kann beginnen.

Wie viele Bekannte haben sich bis heute erstaunt gezeigt, dass ich mich ausgerechnet im Hochsommer auf diese Reise mache? War dies wieder einmal einer meiner bekannten Bauchentscheidungen? Jedenfalls, gebucht ist. Das Abenteuer kann beginnen. Ich komme gut voran, und bin wieder einmal froh um die ausgezeichnet funktionierende Klimaanlage des Autos. Bis Murcia ist vieles ähnlich wie im Bundesland Valencia. Die Landschaft wird hier allerdings eher durch Obstbäume geprägt. Stark industrialisiert ist diese Gegend eigentlich bis nach Lorcà. Von nun an sieht vieles anders aus. Ich bin auf dem Weg ins andalusische Hinterland. Bis Puerto Lumbreras geht es auf der bekannten N340 Richtung Westen. Hier teilt sich die Autobahn. Während die N344 den Weg zum Meer nimmt, verzweigt die A92 westwärts Richtung Granada. Die Sierra Huetor ist das letzte Hindernis, dass mich noch von Granada trennt. Die Autobahn nimmt wie immer den Weg des geringsten Wiederstandes und erreicht auf 1348m die Passhöhe. Schon sieht man aus der Ferne die letzten Schneefelder der Sierra Nevada. Nach nun drei Stunden Autofahrt erreiche ich Granada. Beeindruckend sind die vielen Pappelwälder die es hier gibt. Das Wasser aus der Sierra Nevada machst möglich. Noch 48 km trennen mich von Lojà. Hier treffe ich am frühen Nachmittag ein und werde von Alex meinem Gastgeber sehr freundlich aufgenommen.

Lojà hat übrigens zwei Autobahn-Ausfahrten, Ost und West. Die Altstadt, welche von der westlichen Ausfahrt bedient wird, ist reichlich eng und mit dem Auto schlecht passierbar.

Parkplätze gibt es allerdings im Süden der Altstadt genügend. Sie sind auch alle gebührenfrei. Die Calle Aliatar 15, eine typische Altstadtgasse wurde von meinem GPS wieder einmal souverän gefunden. Während ich das Auto parkiere, hat doch Alex bereits die Reisetasche, den Rucksack und die 10 kg Orangen aufs Zimmer geschleppt. Das Zimmer ist gross und auch das Badezimmer macht einen ordentlichen Eindruck. Der Essraum fürs Frühstück befindet sich im Erdgeschoss. Also alles paletti. Eine Siesta ist jetzt angesagt. Ein bisschen lesen und dann den Schlaf des Gerechten finden. Anschliessend wird die nähere Umgebung erkundet.