Einfach durch den Berg gekrochen

Bernia

Einfach mal durch den Berg gekrochen
Wieder einmal musste das Bernia Massiv näher untersucht werden. In zügiger Fahrtgeht’s hinauf zur Casa Bernia, wo wir hinter dem Restaurant parkieren. Zur richtigen Zeit ist die Speisekarte dieses Restaurants wirklich zu empfehlen. So richtig und typisch spanisch kann man sich hier verwöhnen lassen.
Wir halten uns am Fuße der Bernia erst einmal links. Der Weg ist gut markiert und führtvorerst sanft bergan. Schon nach kurzer Zeit treffen wir auf die Font de Bernia. Sie werdenes wohl nie erleben, dass diese Quelle einmal trocken ist.
 
Vorbei an der grossenQuellanlage geht es nun etwas ruppiger bergauf. Es lohnt sich die üppige Vegetation zubestaunen. Der Penyal d’Ifac das Wahrzeichen von Calpe ist von hier sehr schön zusehen.
Nun geht es immer steiler aufwärts. Zwischendurch werden die Hände zu Hilfe genommen. Und dann taucht es auf der nördliche Einstieg durch den Tunnel (Forat de Bernia)
Hier ermöglicht der Tunnel durch die kalkige Sierra Bernia eine große Abkürzung zumachen. Dies ist allerdings nur möglich ohne Platzangst und der Bereitschaft in der Mittezu kriechen. Heute muss ich sagen, dass ich alleine nicht den Mut aufgebracht hätte. Grins. Aber von der Freundin blamiert man sich nicht gerne.
 
Die Aussicht auf der anderen Seite entschädigt dann reichlich für die Heldentat. Von derFestung Guadelest mit dem Stausee über die riesige mit Plastik gedeckten Plantagen von Callosa de Ensarriá, den weltweit größten
Anbauort von Mispeln zieht der Blick über Altea bis zu den Hochhäusern von Bernidorm.
 
Hier lässt sich gut beobachten wie die aufsteigenden Winde der Marina Bajà und der Dunst des Meeres hier für eine üppige Vegetation ausreicht. Dies alles fast ohneNiederschlag. Die Sierra Bernia wird nicht umsonst als die größte Wetterscheide im Bundesland Valencia angesehen.
Nun führt der Weg vorerst leicht der Krete entlang abwärts. Durch einen Einschnitt geht es halbrechts wieder rauf. Und schon bald stehen vor der mächtigen Festung dem Fort deBernia. Die Anlage wurde von Philipp dem II. 1562 erbaut. Man wollte die Mauren sobesser überwachen. Das ist der grossen Fernsicht wegen zwar sehr gut möglich. Die Zeit bis zum
Eingriff an der Küste definitiv zu mühsam. Dies war auch der Grund weshalb man dieAnlage schnell einmal sich selbst überlassen hat ……
Man sieht an diesem Beispiel, dasses schon im Mittelalter happige Fehlinvestionen gegeben hat.
 
Von hier ist es noch Katzensprung bis zu Ueberquerung Der Krete.
Wer die nötige Zeit hat besteigt noch den höchsten Punkt der Bernia. Dies geht allerdingsnur mit Kraxeln. Dafür sind auch zusätzlich eine Stunde einzurechnen.
 
Für die Anderen geht es regelmäßig gut markiert und konstant wieder abwärts zum Ausgangspunkt. Ohne Besteigung des Gipfels sind ca. 3,5 Stunden zu rechnen.